Wissen! Der Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften
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Kategorie:
Literatur/Allgemeines, Nachschlagewerke
Ausstattung:
Buch (Hardcover)
Maße:
217 x 145
ISBN:
9783806236569
Erschienen:
06.2018
Verlag:
wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)

Autorenportrait

Nieradka-Steiner Magali
Dr. Magali Nieradka-Steiner ist akademische Mitarbeiterin für Französisch an der Universität Heidelberg und Lehrbeauftragte für Literaturwissenschaft an der Universität Mannheim. Die Deutsch-Französin hat mehrere Jahre an der Côte d’Azur gelebt und geforscht. Sie beschäftigt sich vor allem mit deutsch-französischen Themen, Exilforschung und Migration. Zu ihren Veröffentlichungen zählt auch eine Biographie des Dichters Franz Hessel.
Nominierungen: 2|
Kommentare: 2 |
Nieradka-Steiner Magali
Exil unter Palmen
Deutsche Emigranten in Sanary-sur-Mer
Ein Fischerdorf bei Toulon war einst die ›Hauptstadt der deutschen Literatur‹. So jedenfalls sah es Ludwig Marcuse. Nach Hitlers Machtergreifung flohen zahlreiche deutsche Literaten an die Côte d’Azur. In Sanary-sur-Mer trafen sich Ernst Toller und Bert Brecht am Hafen, hier besaß Lion Feuchtwanger ein Haus am Meer. Thomas Mann mit Frau besuchte die Kirmes, während Sohn Klaus am ›Mephisto‹ schrieb. Doch das Exil unter Palmen wurde bald zur Mausefalle. Bei Kriegsbeginn erklärte Frankreich die Deutschen zu feindlichen Ausländern. Wer nicht rechtzeitig nach Übersee emigrieren konnte, wurde interniert, deportiert und ermordet. Magali Nieradka-Steiner hat lange an der Cote d’Azur gelebt. Sie konnte bisher nicht bekannte Dokumente nutzen und mit den letzten Zeitzeugen sprechen. Ihr Buch erzählt eindringlich, wie sich universale Katastrophe und individuelles Schicksal in Sanary kreuzen.
24,95 €
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Kommentare
Heinz Joseph Gloskiewicz
3 vor Monaten
Ein hervorragend gemachtes Buch, das einen bedeutenden Teil der Geschichte unseres Landes darstellt und das Phänomen "Emigranten im Exil" beleuchtet
Gabriele Matthies
3 vor Monaten
Das Buch ist spannend wie ein Roman und man kann einen guten Einblick bekommen, wie sehr die Emigranten unter ihrer Situation gelitten haben und vor allem, wie sie nach Kriegsausbruch behandelt behandelt worden sind. Das ist in dem Umfang und in der Dichte m. E. selten thematisiert worden.