Wissen! Der Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften
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Kategorie:
20., 21. Jahrhundert
Ausstattung:
Buch (Hardcover)
Maße:
214 x 142
ISBN:
9783518587348
Erschienen:
11.11.2019
Verlag:
Suhrkamp

Autorenportrait

Habermas Jürgen
Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geboren. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2001) und den Kyoto-Preis (2004).
Nominierungen: 56|
Abgegebene Stimmen: 56|
Kommentare: 1 |
Habermas Jürgen
Auch eine Geschichte der Philosophie
Band 1: Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen Band 2: Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen
Das neue Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und Gesellschaft. Das neue Buch von Jürgen Habermas ist aber nicht nur eine Geschichte der Philosophie. Es ist auch eine Reflexion über die Aufgabe einer Philosophie, die an der vernünftigen Freiheit kommunikativ vergesellschafteter Subjekte festhält: Sie soll darüber aufklären, »was unsere wachsenden wissenschaftlichen Kenntnisse von der Welt für uns bedeuten – für uns als Menschen, als moderne Zeitgenossen und als individuelle Personen«.
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Kommentare
Thomas Walter
7 vor Monaten
Der mittlerweile über 90-Jährige Philosoph Jürgen Habermas versucht hier als Summe seines wissenschaftlichen Lebens eine philosophisch-historische Linie zu ziehen von der Antike bis zur Moderne. Letztlich geht es ihm dabei um die Versöhnung von Theologie und Philosophie und um das Aufzeigen unserer an Aufklärung orientierten kulturellen Tradition. Von allen zur Auswahl stehenden Sachbüchern ist dieses zweibändige Opus Magnum wahrscheinlich dasjenige, was noch in über 100 Jahren Bestand haben wird, daher ist es eindeutig, dass man diesen vielleicht nach Kant und Hegel bedeutendsten deutschen philosophischen Kopf unterstützen sollte.
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