Wissen! Der Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften
index_sl1_1920.jpg
Kategorie:
Kulturgeschichte
Ausstattung:
Buch (Hardcover)
Maße:
275 x 210
ISBN:
9783412507145
Erschienen:
16.10.2017
Verlag:
Böhlau Köln

Autorenportrait

Becker Peter
Schwarz Angela
Angela Schwarz ist Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Siegen.
Lau Chong-Fuk
Erlemann Martina
Pinwinkler Alexander
Zankl Heinrich
Scheidt Tobias
Fischer Ernst Peter
Dinckal Noyan
Junker Thomas
Adam Thomas
Marti Sibylle
Hay John
Carney Amy
Albanski Lukasz
Auffermann Bärbel
Weniger Gerd-Christian
Banerjee Mita
Pietrzak-Franger Monika
Hoßfeld Uwe
Uwe Hoßfeld ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Senatskommission zur Aufarbeitung der Jenaer Universitätsgeschichte.
Pasternak Jan
Glaubrecht Matthias
Weikart Richard
Bowler Peter J.
Bishop Rebecca
Beetz Michael
Mysliwietz-Fleiß Daniela
Daniela Mysliwietz-Fleiß ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen.
Richter Virginia
Klemun Marianne
Marianne Klemun forscht und lehrt zur Wissenschaftsgeschichte am Institut für Geschichte der Universität Wien.
Rittelmann Leesa
Manias Chris
Konashev Mikhail
Roberts Michael B.
Hawkins Mike
Gillham Nicholas Wright
Solies Dirk
Browne Janet
Sommer Marianne
Roll-Hansen Nils
Flicker Eva
Haynes Roslynn
Schwartz Jeffrey H.
Gillette Aaron
Nominierungen: 4|
Kommentare: 4 |
Becker Peter
Streitfall Evolution
Eine Kulturgeschichte
Als Charles Darwin im Jahr 1859 seine Theorie einer Evolution der Arten durch natürliche Auslese veröffentlichte, sah er bereits eine große Debatte voraus, jedoch nicht deren Ausstrahlungskraft und Langlebigkeit. Zu Beginn standen die Folgen für die Wissenschaften, den Glauben an Gott und die Moralvorstellungen im Vordergrund. Bald kamen Überlegungen über Gesellschaft, Politik, internationale Beziehungen und über Eingriffe bis hinunter auf die Ebene des Individuums und seines Erbmaterials, seiner Gene hinzu. Sozialdarwinismus, Eugenik, Rassismus galten zeitweise als wissenschaftlich legitime Diskussions- und Politikfelder. Befürchtungen vor einem vermeintlichen Niedergang lassen sich bis heute angesichts der Biologisierung des Denkens scheinbar wissenschaftlich-objektiv untermauern. Gegenwärtig sind die Kontroversen noch vielfältiger, beziehen weit mehr Menschen ein als im späten 19. Jahrhundert, haben weit gravierendere Auswirkungen. Die aus elf Ländern stammenden Autorinnen und Autoren zeichnen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven die Facetten einer spannenden und bis in die Gegenwart hochaktuellen Debatte nach und fragen nach der Zukunft des „Streitfalls Evolution“.
50,00 €
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Im wbg Shop kaufen
Kommentare
Jan Pasternak
13 vor einigen Tagen
Dass die Evolution ein wichtiges Thema in den (Natur-)Wissenschaften ist, das schon viele lesenswerte Schriften hervorgebracht hat, ist wohl unbestritten. Doch Evolution ist weit mehr als "nur" eine der wichtigsten wissenschaftlichen Theorien der modernen Welt. Sie hat bis heute wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft und unser Verständnis vom Werden allen Lebens auf der Erde. So kann es kaum verwundern, dass Evolution längst Teil einer breiten Populärkultur zumindest der westlichen Welt geworden ist. Die Wurzeln dieser Entwicklung liegen bereits unmittelbar nach der Publikation der "Origin of Species" im Jahr 1859. Seit mehr als 150 Jahren finden die Debatten um den "Streitfall Evolution" nicht allein im akademischen Kontext statt, sondern ebenso im öffentlichen Raum, in populären Medien von illustrierten Zeitungen bis zum Internet. Der 2017 erschienene Band "Streitfall Evolution. Eine Kulturgeschichte" widmet sich folglich nicht allein der Aufarbeitung einer eineinhalb Jahrhunderte langen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Evolution, sondern zeigt in vielen der rund 40 Einzelbeiträge des Buchs die Auswirkungen auf die breitere Gesellschaft und deren Reaktion auf die und den Umgang mit der Evolution. Damit fügt der Band der ohnehin schon facettenreichen Auseinandersetzung mit der Evolution noch ein weiteres wichtiges Detail hinzu, das ihn zu einer lesenswerten Reise durch ein nach wie vor aktuelles Thema macht.
Matthias Weipert
18 vor einigen Tagen
Ein spannendes Stück Wissenschafts- und Wissensgeschichte, das auch und gerade die virulenten Debatten um Kreationisten und/oder Intelligent-Design-Vertreter verständlich macht.
Helga Scholten
vor einem Monat
Es handelt sich um ein monumentales Werk, das nicht nur Historiker anspricht und sicher zu einem Standardwerk avancieren wird. Die fachwissenschaftlichen Beiträge beleuchten aus den unterschiedlichsten Perspektiven sehr anschaulich die komplexe Thematik, wobei die ausgezeichnet aufgearbeitete Quellenlage und die hervorragende Illustration zum Lesen einlädt. Helga Scholten
Angela Schwarz
vor einem Monat
„Die Artenvielfalt des im Band untersuchten Materials lässt sich nur grob andeuten – die reichhaltige, qualitativ hochwertige Bebilderung präsentiert Gemälde, Fotografien, Zeitungsausschnitte, Screenshots, Darwin-Devotionalien, Rekonstruktionszeichnungen, die Schauplätze sind Zoos, Spielfilme, Museen, Computerspiele, der geographische Kreis ist auf Westeuropa und Nordamerika fokussiert, erfasst aber durchaus auch Debatten in „West und Ost heute“. Entstanden ist ein vielschichtiger, anspruchsvoller und zugleich zugänglicher Band, der über das Thema Evolution hinaus Maßstäbe für eine kulturhistorisch interessierte Wissenschaftsgeschichte setzt.“ Detlev Mares (Historisch-Politisches Buch) „Der Schwerpunkt des Buches bezieht sich auf die Kulturgeschichte des "Streitfalls Evolution" und ist in dieser Breite der Darstellung mit hervorragender Quellenlage eine Bereicherung und Ergänzung für alle diejenigen, die sich mit den Gegnern der Evolutionstheorie auseinandersetzen. Darüber hinaus ist das Buch als Informationsquelle für eine interessierte Leserschaft sehr zu empfehlen.“ Wolfgang Jähnig (AG Evolutionsbiologie)