Wissen! Der Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften
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Kategorie:
Philosophie/Allgemeines, Nachschlagewerke
Ausstattung:
Buch (Hardcover)
Maße:
223 x 145
ISBN:
9783608947632
Erschienen:
08.07.2018
Verlag:
Klett-Cotta

Autorenportrait

Eilenberger Wolfram
Nominierungen: 29|
Kommentare: 28 |
Eilenberger Wolfram
Zeit der Zauberer
Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 - 1929
Die Jahre 1919 bis 1929 markieren eine Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, in der Gedanken zum ersten Mal gedacht wurden, ohne die das Leben und Denken in unserer Gegenwart nicht dasselbe wäre. Die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche und ließen die deutsche Sprache ein letztes Mal vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zur Sprache des Geistes werden. Wolfram Eilenberger, Bestsellerautor, langjähriger Chefredakteur des »Philosophie Magazins« und der wohl begabteste und zurzeit auffälligste Vermittler von Geistesgeschichte im deutschsprachigen Raum, erweckt die Philosophie der Zwanziger Jahre und mit ihr ein ganzes Jahrzehnt zwischen Lebenslust und Wirtschaftskrise, Nachkrieg und aufkommendem Nationalsozialismus zum Leben. Der kometenhafte Aufstieg Martin Heideggers und dessen Liebe zu Hannah Arendt. Der taumelnde Walter Benjamin, dessen amour fou auf Capri mit einer lettischen Anarchistin ihn selber zum Revolutionär macht. Der Genius und Milliardärssohn Wittgenstein der, während er in Cambridge als Gott der Philosophie verehrt wird, in der oberösterreichischen Provinz vollkommen verarmt Grundschüler unterrichtet. Und schließlich Ernst Cassirer, der Jahre vor seiner Emigration in den bürgerlichen Vierteln Hamburgs am eigenen Leib den aufsteigenden Antisemitismus erfährt. In den Lebenswegen und dem revolutionären Denken dieser vier Ausnahmephilosophen sieht Wolfram Eilenberger den Ursprung unserer heutigen Welt begründet. Dank der großen Erzählkunst des Autors ist uns der Rückblick auf die Zwanziger Jahre zugleich Inspiration und Mahnung, aber in allererster Linie ein mitreißendes Lesevergnügen.  »Dieses schön erzählte Buch schildert die Jahre zwischen 1919 und 1929, in denen Heidegger, Wittgenstein, Benjamin und Cassirer Weltbedeutung gewannen. Zusammen bilden sie eine erstaunliche geistige Konstellation, vier Lebensentwürfe und vier Antworten auf die Frage: Was ist der Mensch? Herausgekommen ist dabei das Sternbild der Philosophie in einem großen Augenblick im Schatten der Katastrophen davor und danach.« Rüdiger Safranski
25,00 €
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Kommentare
Robert Cachandt
6 vor einigen Tagen
Großartig, um in die Lebens- und Geisteswelt akademischer Provenienz zwischen 1928 und 1933 (!) Einblick zu bekommen. Gerade die jetzt laufenden Reportagen und Artikel zu den Jahren 1918 und 1938 - mit all den bekannten Zusammenhängen- verdienen es, aus der Sicht dieses Buches vielfach überarbeitet zu werden.
Reinhard Bothe
6 vor einigen Tagen
Diese Epoche wurde zu wenig behandelt, schon im Geschichtsunterricht. Sie hat die weitere Entwicklung der kommenden Jahrzehnte beeinflusst. Mit der Historie zu befassen heißt die heutige Welt zu verstehen. Denn wie heißt es doch, nur wer die die Geschichte kennt die Zukunft positiv gestallten. Nicht nur dass diese Epoche in der Schule zu wenig besprochen wird, auch die Geschichtsbücher sind zum Teil hochwissenschaftlich abgehandelt, dass sie die wenigsten es verstehen. Ich denke dieses Buch hilft diese Zeit zu verstehen,
Louis Mathias Berger
6 vor einigen Tagen
Wolfram Eilenbergers kurzweilig geschriebenes Werk stellt einen wichtigen Einspruch gegen die Hegemonie der analytischen Philosophie dar. Da die kontinentale, mitunter auch spekulative Philosophie allerorten auf dem Rückzug scheint, ist dieser nötiger den je.
Arnulf Gross
12 vor einigen Tagen
Diese Zeit ist bis heute leider nicht richtig gewürdigt worden und wurde jäh durch das NS-Regime beendet. Viele gute Ansätze in der Philosophie aus der Katastrophe des Weltkrieges heraus wurden in Frage gestellt und durch machtpolitische Interessen mundtod gemacht. Benjamin galt als Warner und Mahner wie auch sein Freund Florens Christian Rang, den heute leider kaum jemand kennt. Rangs Zeitschrift "Die Kreatur" als kosmopolitische Sammelbewegung vereint Juden, Christen, Atheisten, die eine neue Weltordnung mitgestalten wollten. Doch ihr Plan war durch die politischen Verhältnisse in Europa zum Scheitern verurteilt. Auch Benjamin hat sich in diese Zeitschrift eingebracht, deren Leitung Martin Buber inne hatte. Aus den verschiedenen Exilen heraus muss ein Dialog und Gespräch geführt werden, das trägt, echt ist und Veränderung bringen muss. - Es ist ein tolles Buch diese Zeit zu würdigen und sich damit auseinderzusetzen. Sehr empfehlenswert.
Bernhard Schuster
13 vor einigen Tagen
Wolfram Eilenberger hat mit seinem Buch "Zeit der Zauberer" in der Kategorie Sachbuch vor ein paar Tagen den Bayerischen Buchpreis gewonnen. "Er bringt uns ein entscheidendes Kapitel der Philosophiegeschichte nahe und zeigt zugleich, was das alles mit uns heute zu tun hat." Er habe sein Thema nicht nur intellektuell durchdrungen, sondern sei auch "... narrativ auf höchstem Niveau." Knut Cordsen Jurymitglied
Johannes Prestele
13 vor einigen Tagen
Ich finde die Idee verschiedene Philosophen nicht thematisch sondern erzählerisch zu betrachten innovativ und durchaus gelungen. Für mich eine super Idee!
Svenja Schaefer
13 vor einigen Tagen
Die Entwicklungen seit dem Beginn der Industrialisierung sind enorm, aber leider waren es die kriege, welche die militärische Kreativität beflügelten. Zum Glück gab es noch anderes, was hier wunderbar beleuchtet wird. Die Kreativität durch den Wunsch und Drang nach Freiheit, Selbstentfaltung, Konsum und Luxus.
Richard Morgenroth
14 vor einigen Tagen
Nach der Leseprobe zu urteilen ein lesenswertes Buch. Man kannetwas wehmütig werden, wenn man an die Rolle des Deutschen in der heutigen Zeit denkt.
Uwe Müller
14 vor einigen Tagen
Ein Philosophie und Lesebuch, fesselnd und informativ. Eine Geschichte über einen spannenden Zeitraum der Philosophiegeschichte. Das Buch lässt den Leser nicht mehr los.
Ludwig, Mittermeier
14 vor einigen Tagen
Fundiert geschrieben und trotzdem spannend zu lesen mit viel Information und Querverbindungen zwischen den Hauptakteuren. Ein Buch das man immer wieder lesen kann und zum nachdenken anregt.
Dietrich Bomm
14 vor einigen Tagen
Ein gelungene Idee, diese vier Philosphen in einer Erzählung philosophisch mit einander zu verbinden. Spielerisch philosophisches Denken macht Philosophieren zur Freude.
Sabina Niehörster
14 vor einigen Tagen
Wunderbar zu lesen, bringt einem die großen Philosophen Wittgenstein, Benjamin, Cassirer und Heidegger in ihrer Zeit der 20er Jahre sehr nahe.
Johannes J. Miller
14 vor einigen Tagen
Großartiges Buch, stilistisch und sprachlich fesselnd, informativ und motivierend die “Quellen” direkt zu studieren... Philosophie ist wieder in der agora angekommen...
Gerhard Beck
14 vor einigen Tagen
Wolfram Eilenberger beschreibt die geistige Welt der Zwanziger Jahre anhand der vier Geistesgrößen Heidegger, Wittgenstein, Benjamin und Cassirer in einem äußerst lesenswerten Stil.
Friedemann
14 vor einigen Tagen
Gute Philosophiegeschichtsschreibung mit dem Mut zu emblematischen Schlüsselszenen, welche die widersprüchliche und gleichzeitig quirlende Bandbreite dieses Jahrzehnts merkfähig machen. Anschauung und Begriff passen zueinander.
Manfred Wussow
14 vor einigen Tagen
Wer das 20. Jh. verstehen und aktuelle Fragestellungen einordnen möchte, kann diese "Lesehilfe", zudem toll geschrieben, einach und doch komplex, sehr gut gebrauchen - Entdeckerfreuden eingeschlossen.
Engelbert Utsch
14 vor einigen Tagen
"Zeit der Zauberer" ist ein großartiges Buch. Es beschreibt ein Jahrzehnt Philosophiegeschichte, das so noch nie thematisiert wurde. Es macht viel Freude es zu lesen.
Stefan Boehringer
14 vor einigen Tagen
Eilenberger schafft es wunderbar diese für die Philosophie so spannende Zeit aufleben zu lassen. Gleichzeitig macht er so schwierige Philosophen wie Heidegger und Wittgenstein ein bisschen verständlicher. Für mich der absolute Wissens- und Lesegewinn 2018!
Fischer, Dr.Klaus
14 vor einigen Tagen
Auch für philosophisch ungebildete Leser lesenswert! Kurzweilig, lesbar, kaum in Philosophen-Jargon verfallend, klar und auch die Menschen hinter den Ideen darstellend.
Andreas Barth
2 vor Monaten
Besonders gefallen hat mir die Zusammenstellung der 4 Philosophen und die Herausarbeitung der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede in ihren Philosophien. Ein faszinierender Spaziergang durch die Philosophie der Zwanzigerjahre.
Jan-Luca Albrecht
2 vor Monaten
"Zeit der Zauberer" ist ein großartiges Buch. Es beschreibt ein Jahrzehnt Philosophiegeschichte, das m. E. so noch nicht thematisiert worden ist. Ich hatte viel Freude an der Lektüre!
Klaus Mayer
2 vor Monaten
Ich lese viele aus dem Bereich Philosophie, aber selten war es so spannend. Stellt sogar den frühen Safranski in den Schatten... Obwohl dessen Schopenhauer - Buch eines meiner liebsten ist. Bedrückend ist es auch, durch seine Aktualität.
Hans-Joachim Ziegeler
2 vor Monaten
Es ist Eilenberger gelungen, vier Wissenschaftler, deren Denken scheinbar durch nichts miteinander verbunden ist, in ihrer Zeit verständlich zu machen und ihr Denken nachvollziehbar zu präsentieren.
Ulrich Wacker
2 vor Monaten
Ein sehr neuartiger und interssanter Ansatz - ergibt neue Perspektiven und verknüpfte wissenschaftliche Ansätze, die sons eher getrennt sind.
Angelika Huefner
2 vor Monaten
Dieses Buch verbindet auf herausragende Weise lustvoll zu lesende Informationen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es bildet eine wunderbare Synthese von Wissenserweiterung und entspanntem Lesen.
Thomas Wolf
2 vor Monaten
https://technohermeneutik.wordpress.com/2018/03/29/geniale-asoziale-rezension-zu-wolfram-eilenberger-zeit-der-zauberer-das-grosse-jahrzehnt-der-philosophie-1919-1929/
Christoph, Hesse
2 vor Monaten
Eindrückliche Porträts von vier eminenten Philosophen und Persönlichkeiten ihrer Zeit in einer gelungenen Gesamtschau einer Geistesepoche, die selten als solche "zusammen"gedacht wird. Ein fraglos wichtiger Beitrag zur Philosophie- und Geistesgeschichte.
Martin Wagener
2 vor Monaten
Ein interessantes und informatives Buch. Zudem ist es sehr lebendig geschrieben. Die Beschreibung vier bedeutender Philosophen in einer außergewöhnlichen Zeitpoche ist dem Autor beeindruckend gelungen.