Wissen! Der Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften
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Jetzt mitmachen: Sie entscheiden über den wbg-Wissen!Preis

Was wird ausgezeichnet?

  • Eine deutschsprachige Erstveröffentlichung, die in herausragender und anschaulicher Weise wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragen behandelt.

Wer nominiert die Titel?

  • Mitglieder der wbg können bis 31.12.2018 deutschsprachige Sachbücher aus allen Themengebieten der Geisteswissenschaften nominieren, die 2017/2018 erschienen sind.

  • wbg Mitglieder registrieren sich dazu hier mit der Mitgliedsnummer. Es sind alle Titel der Warengruppe Sachbuch auswählbar, die in den beiden Vorjahren der Verleihung erschienen sind.

  • Oder Sie schreiben uns eine Mail unter Angabe Ihrer Mitgliedsnr. an: sachbuchpreis@wbg-wissenverbindet.de.

  • Um Mehrfach-Nominierungen zu vermeiden, kann jedes Mitglied nur einmal nominieren.

  • Auch Buchhandlungen können sich mit ihrer Verkehrsnummer hier registrieren und ihre Favoriten nominieren.

Wer erstellt die Longlist?

  • Aus der Liste der von wbg-Mitgliedern und Buchhandlungen am häufigsten nominierten Titel ergibt sich eine Longlist aus 25 Titeln.

Wer erstellt die Shortlist?

  • Aus der Longlist wählen wbg-Mitglieder und Buchhandlungen ihre Favoriten. Dieses Votum bildet 2 Jurystimmen. Die weiteren Jurymitglieder wählen ebenfalls ihre Favoriten. Die 5 Titel mit den meisten Stimmen bilden die Shortlist.

Wer wählt den Preisträger?

  • Auch auf die Shortlist können die Mitglieder der wbg sowie die Buchhändler ihre Stimme abgeben. Sie bilden damit 2 Jurystimmen. Für die Auswahl des Preisträgers geben die weiteren Jurymitglieder ebenfalls ihre Stimme ab. Der Titel mit den meisten Stimmen ist der Preisträger des WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften.

Die Jury


Foto: Andreas Kuehlken

Hubert Wolf ist Professor für Kirchengeschichte der Universität Münster. Der Bestsellerautor und Leibniz-Preisträger leitete bereits mehrere DFG-Langzeitprojekte.


Foto: SPK, Herlinde Koelbl

Der Archäologe Hermann Parzinger ist seit 2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Er wurde unter anderem mit dem Leibniz-Preis und dem Orden Pour le mérite ausgezeichnet.


Foto: Reiner Pfisterer

Sandra Richter ist Professorin für Neuere deutsche Literatur in Stuttgart. Sie hatte zahlreiche Gastprofessuren im Ausland inne. Ab 2019 leitet sie das Deutsche Literaturarchiv in Marbach.


 

Jürgen Kaube, geb. 1962, ist Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und zuständig für das Feuilleton. Zudem ist er Autor zahlreicher Sachbücher.


Foto: ZDF, Laurence Chaperon

Peter Frey ist Chefredakteur des ZDF und verantwortet u.a. die aktuelle und politische Berichterstattung des Senders. In der Interviewreihe „Was nun?“ tritt er auch selbst im Programm auf.

Mit den Geisteswissenschaften gegen ›Fake News‹

Um den Geisteswissenschaften in der Gesellschaft mehr Gehör zu verschaffen, stiftet die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg) den „Wissen! Den Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften“. Eine prominent besetzte Jury mit Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und des Journalismus wird ihn ab 2019 alle zwei Jahre verleihen. Mit einer Ausstattung von 40.000 Euro, die aus Mitteln des wbg-Fördervereins Wissen verbindet e.V. stammen, ist er der höchstdotierte deutsche Sachbuchpreis. Anlass der ersten Preisvergabe ist das 70-jährige Bestehen der wbg 2019.

Die Auszeichnung geht auf Anregungen von Mitgliedern der wbg zurück. Sie zielt auf deutschsprachige Originalveröffentlichungen, die drei Bedingungen erfüllen: Sie sollen einen herausragenden Beitrag zur Wissenschaft leisten, anschaulich für ein breites Publikum geschrieben sein und gesellschaftlich relevante Fragen behandeln. Der „wbg-Buchpreis für Geisteswissenschaften“ soll Autorinnen und Autoren einen zusätzlichen Anreiz bieten, sich mit entsprechenden Werken um die Geisteswissenschaften verdient zu machen.

Ein mehrstufiges Auswahlverfahren, in das die 85.000 wbg-Mitglieder eingebunden sind, wird einem breiten Spektrum herausragender Sachbücher in deutscher Sprache mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2019 statt.
Die wbg möchte auf diese Weise dazu beitragen, den „Fake News“ und „alternativen Fakten“ wissenschaftliche Erkenntnisse entgegenzusetzen. Es gilt, die Offenheit für neue Erkenntnisse, das Bemühen um Objektivität und das sorgfältige Abwägen von überprüfbaren Fakten zu fördern, und zwar über gesellschaftliche Brüche und die Grenzen virtueller Filterblasen hinweg.

Fake News spalten – Wissen verbindet. Bei der Entwicklung des Preises haben wir uns die Frage gestellt: Wie stellen wir uns die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Gesellschaft vor? Es wird oft sträflich unterschätzt, wie wichtig die Geisteswissenschaften sind, um solche existenziellen Fragen fundiert zu beantworten.

- Dirk H. Beenken, Geschäftsführender Direktor der wbg


Foto: Andreas Kuehlken
Wir beobachten eine zunehmende Skepsis gegenüber dem geisteswissenschaftlichen Diskurs. Was Forschende für die Gesellschaft leisten, bleibt oft im Verborgenen. Deswegen betrachten wir es als wichtige Aufgabe, den Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit zu suchen. Die Forschungsergebnisse der Geisteswissenschaften sind entscheidend, um etwa Kunst und Literatur, Philosophie und Religion, aber auch Wirtschaft und Politik besser zu verstehen.

- Professor Dr. Hubert Wolf, Der Theologe und Vorstandsvorsitzender der wbg


Foto: SPK, Herlinde Koelbl
In deutschsprachigen Verlagsprogrammen finden sich immer wieder herausragende Beispiele dafür, wie Geisteswissenschaftler mit Erkenntnis und Verständnis zu begeistern wissen. Diese Fertigkeit möchten wir fördern, damit Forschende vom Archäologen bis zum Altsprachler im Ringen um finanzielle Ressourcen und Aufmerksamkeit erfolgreicher werden.

- Professor Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Vorstandsmitglied der wbg